Firmengeschichte
Die Traditionen der Metallwarenfabrik in Osowiec zählen mehr als zwei Jahrhunderte, damit wird die Fabrik zu den ältesten polnischen Industriebetrieben gezählt. Die Anfänge des Betriebes fallen in die letzten zwei Jahre der Regierungszeit von König Friedrich II von Preußen zu. Die Metallurgie- Betriebe und die Metallindustrie wurden durch den Staat Preußen gebraucht besonders für militärische Zwecke, hauptsächlich für die Herstellung von Waffen und Munition, aber auch auch für eine Selbstversorgung in der Herstellung von Metallerzeugnissen und verschiedensten wirtschaftlichen Werkzeuge zu erzeugen , und damit die Unabhängigkeit von teuren Importen.
Seit Beginn war die Herstellung von folgenden Werkzeugen und Metallwaren die Hauptproduktion:
Werkzeuge für landwirtschaftliche Zwecke, Werkzeuge und Metall-Produkte für die Industrie und andere Metallprodukte.
In den sechziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts wurde die Fabrik in den Besitz der Breslauer Firma Minerva übergangen, die im Jahre 1871 in die Gruppe Oberschlesische Eisenbahn- Bedarfs-AG umgeformt wurde : seit 1908 wurde die Fabrik in Osowiec das Eigentum einer mächtigen Gruppe die im Jahre 1898 von Familien Caro und Hegenscheidt erstellt wurde. Es war ein öffentliches Unternehmen- in Gliwice basiert. Diese Änderung war sehr vorteilhaft für den Betrieb, weil die Fabrik Co-Operativ mit der Schwerindustrie in Oberschlesien verbunden war.
Ein Teil der Stahlprodukte wurde an anderen Fabriken verkauft, der zweite Teil zu Metallwaren verarbeitet: wie Landwirtschaftswerkzeuge, Metall-Produkte für die Industrie und andere Metallprodukte. Die Palette der geschmiedeten Produkten zählte unter anderem: Spaten, Schaufeln, Schären, Sensen, Hacken, Mistgabeln, Sicheln, Hämmer, Harken, Sägen, Beile, Äxte, Mauerwerk Kellen, Eisenbahn- Zubehör, Kohle-Schaufeln. Diese Produkte wurden zu den Schlesischen Markt geschickt, aber auch nach Berlin, Königsberg, St. Petersburg, Ungarn, Österreich und Tschechien.
Im Jahr 1926 wurde eine mächtige Gruppe Vereinigte Oberschlesische Hüttenwerke AG gegründet. Von diesem Moment bis 1944 war die Fabrik in Osowiec ein Teil des Konzerns als ein spezialisierter Verarbeitungsbetrieb. Ab Mitte 1944 ist die Fabrik aus der Gruppe ausgeschlossen worden und verwandelte sich in eine unabhängige Kommanditgesellschaft.
Nach dem Krieg haben die polnischen Behörden die Metallwarenfabrik in zwei Etappen übergenommen. Erstens, am 1 August 1945 wurde das Elektrizitätswerk das sich in der Anlage befand, übergenommen. Das Werk selbst am 1-3 November 1945. Der Wiederaufbau der Organisation wurde durch das angekommene Werksteam mit Dipl. Ingenieur Louis Mayer und Herr Ponza an der Spitze, durchgeführt . Obwohl die Fabrikhallen waren nicht in der Zeit des Krieges zerstört, es fehlten aber Anlagen und Maschinen, die ausgeführt wurden. Bereits im Januar 1946 begann die Produktion von Gabeln, und erreichte im ersten Monat 5 Tonnen von Produkten. Bald erweiterte sich die Produktpalette auf Äxten, Hacken und Schaufeln. Zwischen 1947-1948 ist die Beschäftigung im Betrieb auf über 400 Mitarbeiter gestiegen. Neben Gabeln, Äxte, Hacken und Schaufeln, produzierte die Fabrik Hämmer, Rechen, Schneidezähne, Schaber, Eishacken und auch, sehr gesuchte ,Seelen für Bügeleisen und Sensenamboße.
In den Jahren 1950-1955 hat man den Maschinenpark modernisiert. Der Betrieb hat sich zu einem bedeutenden Anbieter von Werkzeugen für die Landwirtschaft, Baumaterialien und Bergbau umgewandelt. Im Jahr 1957 begann man mit der Produktion von Mühlenkugeln. Damals betrug die Beschäftigung 650 Mitarbeitern . Der Erfolg der Fabrik war damals- für den Export produzieren. Im Jahr 1961 wurden die Fabrikerzeugnisse in 20 Länder geschickt. Es waren vor allem solche Produkte wie Schaufeln, Spaten, Hacken, Hämmer, Äxte und Beile. Im Jahr 1967 begann der Ausbau der Elektroeinrichtungen die die Fabrik mit Elektroenergie versorgt haben.
In den 70 Jahren wurden Maschinen und Geräte wie Schere für die Schneideabteilung, Dampf-Luft-Hämmern für Schmiede A, eine Druck Schneckenpresse 160t für Schmiede B, gekauft. Es wurde auch die Ersetzung von Kohleöfen gegen Ölbrenner (Heizöl) beendet, Reinigereinrichtung mit Entstaubungsgerät in Schmiede A installiert und Druckluft- Installation gebaut. Es wurde auch der Maschinenpark teilweise ersetzt.
Bis 1975 gehörte die Metallwarenfabrik zur Union der MetallproduktIndustrie und danach wurde sie dem Kombinat für Wirtschaftswerkzeuge in Sulkowice übergegeben. Im Jahr 1982 wurde das Kombinat ausgelöst und die Betriebe selbständig gemacht.
Im Jahr 1987 startete in der Fabrik die erste moderne CNC-Werkzeugmaschine- ein Elektroerosion- Schneider für die Werkzeugabteilung und drei Jahre später, ebenso für die Werkzeugabteilung – eine CNC- Fräsmaschine.
Nach der Entscheidung des Gouverneurs von Oppeln wurde die Fabrik, im Jahr 1991 an die Gemeinde Turawa übergegeben. Im folgenden Jahr wurde die Fabrik in ein kommerzielles Unternehmen mit 100% Anteil der Gemeinde Turawa verwandelt. In den Jahren 1992-1994 wurde einer erfolgloser Privatisierungs- Versuch, durch ausländisches Unternehmen vorgenommen. Nach diesem Versuch 100%-iger Eigentümer der Fabrik war wieder die Gemeinde Turawa.
Im Jahr 2000 hat die Fabrik einen Induktionsofen für Schmiedesticke und eine Pulverlackiererei eingesetzt, und auch moderne Trafostation die 400 000 Zl. kostete. Es wurden auch abgenutzte Kolbenkompressoren gegen Schraubenkompressoren der Firma Kaeser ersetzt.
Im Jahr 2002 hat man beschlossen, die Privatisierung des Betriebes zu starten und der Großaktionär wurde die Kapitalgruppe SA FASING. Weil die Produktion unrentabler Handwerkzeuge eingestellt wurde , hat man ein neues Schmiedenest eingesetzt das verbreiten des Spektrums von Gesenk Schmiedeteile bis 25 kg ermöglichte. Im selben Jahr hat die Fabrik den Zertifikat Quality Management System ISO 9001:2001 erzeugt, der durch TÜV Nord Polen uns zugeteilt wurde.
Im Jahr 2004 hat man die Produktion von dekorativen Elementen beendet und der Schwerpunkt auf Produktion von Gesenkschmiedestücke gesetzt.
In den Jahren 2005-2008, wurden neue Maschinen gekauft, u.a. Strahlmaschine, Kniepresse, zwei Induktionsheizern, zwei CNC Fräs-Zentren, Schrauben-Kompressor, sowie neue CAD / CAM-Software.